Alright then, Brother!
Previously on Lost:
Auch wenn im Nachhinein das Finale der zweiten Staffel (und besonders den damit eingeleiteten Handlungsplot rund um die Hydra) nicht so gut wegkommt, wie andere Folgen, so muss ich einleitend doch sagen, dass ich mich damals extrem auf die Fortsetzung der Serie sehnte, da das Finale klar aufzeigte, dass in der dritten Staffel endlich mehr Infos über diese sonderbaren Others geliefert werden, schliesslich wurden ja drei der wichtigsten Lost-Charaktere von den Others entführt. Und vielleicht werden damit verbunden auch gleich Infos über die Dharma Initiative gegeben, denn auch diese war zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt, wenn man mal von den (eher verstörenden als wirklich informativen) Orientation-Filmausschnitte absieht. Daneben wollte man natürlich unbedingt wissen, welche Konsequenzen (falls es denn solche überhaupt gibt) die Zerstörung der Swan mit sich brachte. Und dann war da ja auch noch diese verrückte Szene mit der komischen Statue, resp. dem übriggebliebenen Fuss mit bloss vier Zehen. Fragen waren also genug aufgeworfen, die Vorfreude auf die dritte Staffel somit enorm…
A tale of two cities:
-Wieder einmal beginnt eine Lost-Folge mit der Fokussierung auf ein Auge. Was in Staffel 1 noch Gang und Gäbe war und in Staffel 2 ein wenig vernachlässigt wurde, macht also den Anfang der dritten Staffel. Es stellt sich heraus, dass das Auge zu einer bisher unbekannten Frau gehört, die zu einer zentralen Frauen-Figur in Lost werden sollte (und die mir um Welten sympathischer war als die meisten mit der Zeit nur noch nervenden Frauen-Figuren!).
-Ist man am Anfang noch etwas verwirrt, da man diese Literaturzirkel-Szene nicht einordnen kann, klärt sich das dann sogleich auf, als der Name Ben erwähnt wird. Anscheinend ist das also ein Literaturclub der Others und nicht alle sind mit dem Leader Ben zufrieden.
-Dann kommt eine erhellende Szene: Nach erdbeben-artigen Erschütterungen eilen alle Einwohner des Dorfes nach Draussen und blicken verwirrt nach oben (weshalb eigentlich alle nach oben gucken, nur weil die Erde bebt, ist mir nicht klar, aber vielleicht konnte man auch das Flugzeug hören) – und zusammen mit den Others sehen auch wir, wie das Flugzeug auseinanderbricht. Ein gelungener Start.
-Interessant ist, wie rasch Ben einen Plan hatte, wie mit dieser neuen Situation umzugehen ist. Wenn man im Nachhinein weiss, was eigentlich die Aufgabe der Others rund um Richard Alpert war, dann ist Bens Vorgehen schon höchst fragwürdig.
-Jack, Kate und Sawyer sind also an drei verschiedenen Plätzen aufgehoben. Was sofort auffällt, ist, dass sowohl Jack als auch Kate ein Pflaster auf dem Arm haben, als ob sie geimpft worden sind oder so. Sawyer ist dabei am wohl schrägsten Platz, ein riesiger Käfig mit einer schrägen Anlage, die wohl für psychologische Tests diente oder immer noch dient. Auch hier scheint die Dharma eine Station gehabt zu haben in der sie psychologische Experimente durchführte.
-Die Szene, in der Sawyer den Fischkeks freischaltet ist ja zu herrlich. Und interessant auch Toms Antwort: Die Bären haben bloss zwei Stunden dafür gebraucht. Also hat die DI mal mit Bären experimentiert.
-Nach Jacks Fluchtversuch wissen wir also, dass die Hydra zumindest teilweise unter Wasser steht. Neben den Experimenten mit den Bären wurden auch Experimente mit Haien und Delphinen durchgeführt. Nicht dass uns das irgendwie schlauer machen würde.
-Viel interessanter ist daher die nächste Szene, in welcher wir erfahren, dass Juliet (und somit die Others im Allgemeinen) sämtliche Unterlagen zu Jacks Leben haben. Somit müssen die Others irgendwie Kontakt zur Aussenwelt haben und vor allem auch mächtige Freunde, um an eben solche Informationen zu gelangen.
-----LOST-----
Roll-back – Gedanken/Ideen/Theorien:
-Das Verbrennen der Muffins ist doch etwas bizarr: Als Juliette den Timer hört, reagiert sie schon so, als ob sie wisse, dass die Muffins verbrannt sind. Dabei stellt man ja den Timer so, dass man bei der fälligen Zeit ruhig und getrost zum Backofen schlendern und dann nachschauen kann, ob man noch ein-zwei Minuten länger backen möchte oder nicht. Aber das ist mehr so eine ReWatch-extrem-Beobachtungs-Notiz…
-Was mir erst bei diesem ReWatch aufgefallen ist: Obwohl sich das Dharmaville doch in einigermassen grosser Distanz zum Strandcamp befindet, ist auch hier die Auswirkung des zu späten Eingebens der Zahlen spürbar. Die Auswirkung ist also vehement und elementar – und das, obwohl Desmondo nur wenige Sekunden zu spät dran war. Es könnte also sein, dass der Fail-Safe doch nicht das gleiche bewirkt, wie wenn die Zahlen einfach nicht mehr eingegeben werden (wie auch immer der Fail-Safe dann funktionieren soll, aber egal). Wenn also bereits nach solch kurzer Zeit die Auswirkungen auf der Insel dermassen spürbar sind, dann kann man tatsächlich davon ausgehen, dass die Hatchies die Welt alle 108 Minuten gerettet haben. Denn ansonsten wäre wohl die Insel zerstört geworden und damit auch das „heilige Licht“, was laut Jacob ja auch das Ende der Welt mit sich brächte. Es fragt sich aber, woher die Dharma-Leute dieses Wissen her hatten, da sie ja wohl nichts von dem Licht wussten. Was diese Theorie auch noch diskreditiert, ist die Tatsache, dass in dem Falle ja Samuel problemlos die Hatchies hätte töten und somit die Insel zerstören lassen können. Dennoch scheint mir dieser Grundgedanke nicht ganz unlogisch und die Swan tatsächlich eine die Welt rettende Station gewesen zu sein.
Fazit:
Eine sehr verstörende Folge. Die Anfangssequenz ist wohl das Beste an der Folge. Wirklich gelungen, wie man den Absturz aus einer ganz anderen Sicht mitbekommt. Ansonsten: Aus den Anlagen der Dharma wird man nicht schlauer und auch das Verhalten der Others ist befremdend. So warnt Ben Kate vor den nächsten zwei Wochen und Juliet bearbeitet Jack im Auftrag von Ben. Was es nun mit den kommenden zwei Wochen auf sich hat (Versuche wie bei Walt?), was genau für Drogen iniziiert wurden und was Bens Masterplan ist, alles das ist hier noch völlig offen. Von den Hydra-Folgen wohl noch eine der besseren, da noch alles neu, unerwartet und speziell ist.
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Freitag, 7. Januar 2011
Samstag, 3. April 2010
3/01 A Tale Of Two Cities (Maike)
1. Wie Jack gegen das Glas läuft, nachdem er in seinem Gefängnis aufwacht, ist einfach zu funny, wenn man die Szene zum wiederholten Male sieht! ;)
Ich kann ihn in seiner Situation gut verstehen, er hat nichts zu verlieren und wagt einen Ausbruchsversuch. Was soll ihm noch schlimmeres geschehen, als Gefangener der Others zu sein? Eventuell der Tod, doch auf diese Konsequenz lässt er es ankommen, selbst als Juliet ihm sagt, dass er die Tür nicht öffnen soll. Er merkt schnell, dass sie versucht sein Vertrauen zu gewinnen und weiß, -dank Ben- dass es keine gute Idee ist einem Other zu trauen.
Um fehlendes Vertrauen geht es fast nur in seinem Leben, aber dazu komme ich noch später in Punkt 5.
2. Auch Sawyer wacht in Gefangenschaft auf, in einem Käfig. Eigentlich verhält er sich einfach zu dumm, erst lässt er sich durch einen Stromschlag umhauen, obwohl Karl, der in einem anderen Käfig sitzt, ihn warnt. Schön Karl hier schon zu sehen und gleich mitzubekommen, dass er den Losties mehr als nur gerne helfen möchte, denn er haut nicht einfach ab, als er sich befreit, sondern lässt wertvolle Zeit verstreichen um auch Sawyers Käfig zu öffnen. Am Ende werden jedoch beide geschnappt.
Danach folgt die nächste Aktion, nach Stunden knackt Sawyer den Mechanismus und freut sich wie ein kleines Kind, völlig gaga. Natürlich ist er enttäuscht, als er den Fischkeks bekommt, doch was hat er sich eigentlich erhofft? Er ist in einem Tierkäfig und da kommt bestimmt kein Kavier und Sakt für ihn raus.
Zumindest kann er damit wieder bei Kate punkten, die scheinbar völlig verhungert ist. Sie ist selbst schuld, hätte sich ja nicht so blöde anstellen brauchen, dann hätte sie bestimmt auch noch das Frühstück beenden können (auch wenn mir persönlich Ben in der Situation auch nicht der liebste Gastgeber gewesen wäre). Doch allein der Punkt, dass sie das gemeinsame Frühstück wohl nicht mal angerührt haben, zeigt, dass Ben weiterhin versucht die Losties einzuschüchtern und zu manipulieren. Er sagt nicht ohne Grund, dass die nächsten zwei Wochen nicht angenehm werden, wird Sawyer schließlich mehrmals fast sterben, ob einen Fake-Tod oder richtig.
Wie meine beiden Mitrecapper auch schon erwähnten, nimmt damit leider das Love-Triangle volle Fahrt auf und wird uns die nächsten Episoden lang total nerven. Es wird nur wichtig sein, damit Jack Ben operiert, doch wird es auch danach noch immer weiter fortgesetzt, was ich persönlich daneben finde. Mir war es schon immer vollkommen egal, ob Kate-Sawyer, Kate-Jack oder Jack-Sawyer zusammen sind! Ich versuche mich einfach auf das Ergebnis mit der OP zu konzentrieren, vielleicht liegen dann meine Nerven nicht ganz blank...
3. Nun sehen wir zum ersten Mal, dass Ben das Risiko eingeht, dass jemand (dem er nahe steht) stirbt, indem er einfach "ok" sagt, als Jack Juliets Tod androht. Bei Alex wird er es später genauso handhaben, doch sie wird er verlieren.
Ben scheint für alles einen Plan zu haben und zu wissen, was als nächstes passiert, bzw. getan werden muss, damit das geschieht, was er will. Er erinnert ein bisschen an den Erste-Staffel-Locke, der auch immer eine Antwort auf die Fragen hatte und immer zum richtigen Zeitpunkt das richtige tat. Dabei wird klar, dass die Others generell alles über die Losties und deren Angehörige wissen und gegebenenfalls herausfinden können. Mit diesem Wissen können sie die Losties analysieren und ihr Handeln auch abschätzen und durch das Wissen über Sarah kann Juliet Jacks Abwehr erstmals brechen und dadurch sein Vertrauen gewinnen.
4. Auch hier ist wieder sichtbar, dass die Others untereinander Probleme haben. Letzte Folge stritten sich Bea Klugh und Tom fast vor den Losties und in dieser Folge ist Juliets Verachtung gegenüber Ben mehr als nur offensichtlich. Erst ihr Verhalten am Absturztag, wo sie gegenüber ihrem Bücherclub erwähnt, dass sie nicht ales macht, was Ben will und nun ihre kurze Begegnung in der Hydra.
5. Im Gegensatz zu manch anderen, empfand ich die Flashbacks in dieser Folge schon aufschlussreich. Es wird ganz klar, dass Jack große Probleme hat anderen zu vertrauen und sich selbst etwas zurückzunehmen.
Probleme mit dem Vertrauen:
- Ganz klar hat Jack das Vertrauen in seinen Vater verloren. Er findet heraus, dass Christian noch Kontakt zu Sarah hat und kann das einfach nicht begreifen. Bevor er sich vorstellen könnte, dass sein Vater sich Sorgen um ihn macht, behauptet Jack lieber, er würde ein Verhältnis mit ihr haben.
- Mit Sarah hat er es aber auch wirklich schwer. Warum sagt sie ihm denn nicht einfach beim ersten Treffen für die Scheidung, wer ihr neuer Typ ist, das hätte Jack, Christian und ihr viel Leid erspart. So viel Ehrlichkeit hätte sie ihm gegenüber anbringen können, war sie es schließlich, die die Trennung wegen eines anderen Mannes wollte.
- Vom Absturz an, hat Jack große Probleme gehabt anderen Menschen zu vertrauen und wenn er es tat, dann bei den falschen. Bei Kate tat er es erst, doch dann stellte sich heraus, dass sie das Flugzeug als Gefangene betrat. Locke vertraut er eigentlich nie. Auch Ben wollte er glauben und ihm vertrauen, als er sich als Henry ausgab, wieder ein Fehler, genau wie bei Michael erst kürzlich.
"Let it go, Jack":
Dieser Satz stammt von Christian und ich schätze, er hat ihn bei Jack schon hunderte Male verwenden können.
Oft hätte Jack etwas lassen sollen:
- War es wirklich die richtige Entscheidung Sarah zu heiraten? Ich denke nicht, er war sich kurz vor der Hochzeit noch unschlüssig, wollte sie aber nicht gehen lassen.
- Wieder Sarah, doch jetzt bei der Scheidung. Er stalkt ihr hinterher und überprüft ihre Anrufe, in der Hoffnung irgendetwas über ihr "neues" Leben zu erfahren und mit welchem Mann sie es teilt. Es geht soweit, dass er Christian angreift und dieser wieder dem Alkohol verfällt. Vielleicht war das der Anfang vom Ende für Christian Shepard, denn der Alkohol wird sein Todesurteil sein.
- Er hätte den alten Italiener nicht operieren sollen, nur damit er sich besser fühlen könnte, was nicht geklappt hat.
- Er hat Sawyer, Kate und Hurley einer ungewissen Gefahr ausgesetzt, weil er nicht wieder zurückgehen wollte und Michael weiter gefolgt ist, obwohl er sich denken konnte, dass Sayids Plan nicht aufgehen würde.
Fazit:
Dass der Anfang im gleichen Stil gehalten wurde, wie in Staffel 2, finde ich großartig. Wieder wird eine unbekannte Person eingeführt, die alltägliche Dinge macht, doch dann kommt ein Erdbeben und wir sehen das zerbrechende Flugzeug, Ben, Ethan und Goodwin und merken, dass wir im September 2004 sind. Leider kann die Folge dieses Niveau nicht halten, aber schlimmer wird es erst in den nächsten Folgen.
Das Negativste an dieser Folge ist jedoch, dass wir nichts von den anderen Losties sehen. Es bleibt unklar, was aus Desmond, Locke, Eko und den ganzen anderen geworden ist. Nicht eine Minute wurden sie gezeigt, dabei war es aber nicht unbedingt notwendig, dass sich nur auf Jack, Sawyer und Kate konzentriert wirde!
Ich kann ihn in seiner Situation gut verstehen, er hat nichts zu verlieren und wagt einen Ausbruchsversuch. Was soll ihm noch schlimmeres geschehen, als Gefangener der Others zu sein? Eventuell der Tod, doch auf diese Konsequenz lässt er es ankommen, selbst als Juliet ihm sagt, dass er die Tür nicht öffnen soll. Er merkt schnell, dass sie versucht sein Vertrauen zu gewinnen und weiß, -dank Ben- dass es keine gute Idee ist einem Other zu trauen.
Um fehlendes Vertrauen geht es fast nur in seinem Leben, aber dazu komme ich noch später in Punkt 5.
2. Auch Sawyer wacht in Gefangenschaft auf, in einem Käfig. Eigentlich verhält er sich einfach zu dumm, erst lässt er sich durch einen Stromschlag umhauen, obwohl Karl, der in einem anderen Käfig sitzt, ihn warnt. Schön Karl hier schon zu sehen und gleich mitzubekommen, dass er den Losties mehr als nur gerne helfen möchte, denn er haut nicht einfach ab, als er sich befreit, sondern lässt wertvolle Zeit verstreichen um auch Sawyers Käfig zu öffnen. Am Ende werden jedoch beide geschnappt.
Danach folgt die nächste Aktion, nach Stunden knackt Sawyer den Mechanismus und freut sich wie ein kleines Kind, völlig gaga. Natürlich ist er enttäuscht, als er den Fischkeks bekommt, doch was hat er sich eigentlich erhofft? Er ist in einem Tierkäfig und da kommt bestimmt kein Kavier und Sakt für ihn raus.
Zumindest kann er damit wieder bei Kate punkten, die scheinbar völlig verhungert ist. Sie ist selbst schuld, hätte sich ja nicht so blöde anstellen brauchen, dann hätte sie bestimmt auch noch das Frühstück beenden können (auch wenn mir persönlich Ben in der Situation auch nicht der liebste Gastgeber gewesen wäre). Doch allein der Punkt, dass sie das gemeinsame Frühstück wohl nicht mal angerührt haben, zeigt, dass Ben weiterhin versucht die Losties einzuschüchtern und zu manipulieren. Er sagt nicht ohne Grund, dass die nächsten zwei Wochen nicht angenehm werden, wird Sawyer schließlich mehrmals fast sterben, ob einen Fake-Tod oder richtig.
Wie meine beiden Mitrecapper auch schon erwähnten, nimmt damit leider das Love-Triangle volle Fahrt auf und wird uns die nächsten Episoden lang total nerven. Es wird nur wichtig sein, damit Jack Ben operiert, doch wird es auch danach noch immer weiter fortgesetzt, was ich persönlich daneben finde. Mir war es schon immer vollkommen egal, ob Kate-Sawyer, Kate-Jack oder Jack-Sawyer zusammen sind! Ich versuche mich einfach auf das Ergebnis mit der OP zu konzentrieren, vielleicht liegen dann meine Nerven nicht ganz blank...
3. Nun sehen wir zum ersten Mal, dass Ben das Risiko eingeht, dass jemand (dem er nahe steht) stirbt, indem er einfach "ok" sagt, als Jack Juliets Tod androht. Bei Alex wird er es später genauso handhaben, doch sie wird er verlieren.
Ben scheint für alles einen Plan zu haben und zu wissen, was als nächstes passiert, bzw. getan werden muss, damit das geschieht, was er will. Er erinnert ein bisschen an den Erste-Staffel-Locke, der auch immer eine Antwort auf die Fragen hatte und immer zum richtigen Zeitpunkt das richtige tat. Dabei wird klar, dass die Others generell alles über die Losties und deren Angehörige wissen und gegebenenfalls herausfinden können. Mit diesem Wissen können sie die Losties analysieren und ihr Handeln auch abschätzen und durch das Wissen über Sarah kann Juliet Jacks Abwehr erstmals brechen und dadurch sein Vertrauen gewinnen.
4. Auch hier ist wieder sichtbar, dass die Others untereinander Probleme haben. Letzte Folge stritten sich Bea Klugh und Tom fast vor den Losties und in dieser Folge ist Juliets Verachtung gegenüber Ben mehr als nur offensichtlich. Erst ihr Verhalten am Absturztag, wo sie gegenüber ihrem Bücherclub erwähnt, dass sie nicht ales macht, was Ben will und nun ihre kurze Begegnung in der Hydra.
5. Im Gegensatz zu manch anderen, empfand ich die Flashbacks in dieser Folge schon aufschlussreich. Es wird ganz klar, dass Jack große Probleme hat anderen zu vertrauen und sich selbst etwas zurückzunehmen.
Probleme mit dem Vertrauen:
- Ganz klar hat Jack das Vertrauen in seinen Vater verloren. Er findet heraus, dass Christian noch Kontakt zu Sarah hat und kann das einfach nicht begreifen. Bevor er sich vorstellen könnte, dass sein Vater sich Sorgen um ihn macht, behauptet Jack lieber, er würde ein Verhältnis mit ihr haben.
- Mit Sarah hat er es aber auch wirklich schwer. Warum sagt sie ihm denn nicht einfach beim ersten Treffen für die Scheidung, wer ihr neuer Typ ist, das hätte Jack, Christian und ihr viel Leid erspart. So viel Ehrlichkeit hätte sie ihm gegenüber anbringen können, war sie es schließlich, die die Trennung wegen eines anderen Mannes wollte.
- Vom Absturz an, hat Jack große Probleme gehabt anderen Menschen zu vertrauen und wenn er es tat, dann bei den falschen. Bei Kate tat er es erst, doch dann stellte sich heraus, dass sie das Flugzeug als Gefangene betrat. Locke vertraut er eigentlich nie. Auch Ben wollte er glauben und ihm vertrauen, als er sich als Henry ausgab, wieder ein Fehler, genau wie bei Michael erst kürzlich.
"Let it go, Jack":
Dieser Satz stammt von Christian und ich schätze, er hat ihn bei Jack schon hunderte Male verwenden können.
Oft hätte Jack etwas lassen sollen:
- War es wirklich die richtige Entscheidung Sarah zu heiraten? Ich denke nicht, er war sich kurz vor der Hochzeit noch unschlüssig, wollte sie aber nicht gehen lassen.
- Wieder Sarah, doch jetzt bei der Scheidung. Er stalkt ihr hinterher und überprüft ihre Anrufe, in der Hoffnung irgendetwas über ihr "neues" Leben zu erfahren und mit welchem Mann sie es teilt. Es geht soweit, dass er Christian angreift und dieser wieder dem Alkohol verfällt. Vielleicht war das der Anfang vom Ende für Christian Shepard, denn der Alkohol wird sein Todesurteil sein.
- Er hätte den alten Italiener nicht operieren sollen, nur damit er sich besser fühlen könnte, was nicht geklappt hat.
- Er hat Sawyer, Kate und Hurley einer ungewissen Gefahr ausgesetzt, weil er nicht wieder zurückgehen wollte und Michael weiter gefolgt ist, obwohl er sich denken konnte, dass Sayids Plan nicht aufgehen würde.
Fazit:
Dass der Anfang im gleichen Stil gehalten wurde, wie in Staffel 2, finde ich großartig. Wieder wird eine unbekannte Person eingeführt, die alltägliche Dinge macht, doch dann kommt ein Erdbeben und wir sehen das zerbrechende Flugzeug, Ben, Ethan und Goodwin und merken, dass wir im September 2004 sind. Leider kann die Folge dieses Niveau nicht halten, aber schlimmer wird es erst in den nächsten Folgen.
Das Negativste an dieser Folge ist jedoch, dass wir nichts von den anderen Losties sehen. Es bleibt unklar, was aus Desmond, Locke, Eko und den ganzen anderen geworden ist. Nicht eine Minute wurden sie gezeigt, dabei war es aber nicht unbedingt notwendig, dass sich nur auf Jack, Sawyer und Kate konzentriert wirde!
3/01 – A TALE OF TWO CITIES (Samir)
This, Jack, is your life
ANALYSE
- Die Anfangsszene ist die einzige gute Szene der Folge und rettet die Folge vor der kompletten Bedeutungslosigkeit. Zwar nicht ganz so brilliant wie der Desmond-Starter in Staffel 2, aber trotzdem sehr gut gemacht
- Mit dieser Folge beginnt die Tradition von Flashbacks, die überhaupt keinen Zusammenhang zu den Real-Time-Events mehr darstellen. In Staffel 1 waren beide Stories ineinander verwoben, in Staffel 2 gab es zumindest noch lockere Bezüge, in Staffel 3 dagegen sind die Flashbacks häufig ohne jeden Bezug zur parallelen Storyline
- Tom sagt, Kate sei nicht sein Typ. In Staffel 4 sehen wir, dass Tom eine schrille Schwester ist
- Ben sagt, dass die nächsten zwei Wochen sehr unangenehm werden. Er hätte sagen sollen, die nächsten 10 Wochen werden unangenehm, denn solange wird es dauern, bis sich Lost von seinem Allzeit-Tief erholt (die Lichtblicke "Cost of Living" und "Flashes Before Your Eyes" nicht mitgerechnet)
- Im Buchregal im langweiligen Flash-Jack stehen „No Place Like Home“ von Mary Higgins Clark (Augenzwinkern an Staffel 4), „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (habs nicht gelesen, aber irgendwie solls ja darin auch um Zeitreisen gehen) und man glaubt es kaum: eine Bibel
- Ich find diese Hydra-Aquarium-Nummer ziemlich albern; Jack ist in einem Raum mit Pritschen und Ketten – ist schon klar, dass er darauf kommt, dass mal Haie in dem Raum waren. Aber wieso hatte dieser Raum dann eine Tür?
- Juliet sagt, die Dharma-Zeit liegt lange zurück. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um Juliets (und Jacks) Zukunft
- In den Akten der Others stehen nur relativ profane Infos über die Losties - nichts, was man nicht durch Krankenakten, Polizeiakten etc. rausfinden könnte
- Die Zahlen: auf Jacks Timer steht 7:15:23; der Spind in der Dusche hat die Nummer 841
THEORIEN
Flugzeug-Absturz
In der Anfangsszene, sehen die Anderen, wie das Flugzeug auf der Insel abstürzt. Und Ben schaut als einziger in den Himmel – schon oft diskutiert worden. ABER: Ben sieht, wie das Flugzeug in drei Teile zerbricht – er schickt jedoch NUR ZWEI Leute los. Wusste er also dass im Cockpit-Teil niemand überlebt hat?
OFFENE FRAGEN
- Wusste Ben im Vorfeld, dass das Flugzeug abstürzen wird?
FAZIT
Unterirdisch schlecht. Sieht man mal von "Fire + Water" ab, ist das die mit großem Abstand schlechteste Folge bis zu diesem Punkt. Die Story bewegt sich keinen einzigen Zentimeter voran - die gesamte Folge dreht sich nur darum, dass die Gefangenen etwas essen!!!
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